Welchen Stundensatz kann ein Online-Marketing-Freelancer verlangen?
Von der Entwicklung einer digitalen Marketingstrategie bis hin zur Content- und Kampagnenplanung: Das Aufgabenspektrum eines Online Marketers – häufig auch als Marketingberater oder Online-Marketing-Experte bezeichnet – ist äußerst vielseitig. Doch wird diese Tätigkeit auch entsprechend vergütet? Wir zeigen, welchen Stundensatz ein Online-Marketing-Freelancer verlangen kann und welche Faktoren die Kalkulation des Stundenhonorars beeinflussen.
Das Wichtigste in Kürze
- Festangestellte Online-Marketing-Spezialisten verdienen durchschnittlich 50.000 Euro im Jahr, was einem Stundenlohn von rund 24 Euro entspricht.
- Selbstständige Online Marketing Freelancer erzielen im DACH-Raum einen durchschnittlichen Stundensatz von 92,11 Euro und liegen damit deutlich über dem Einkommen vergleichbarer Festangestellter.
- Der tatsächlich erzielte Stundensatz hängt stark von Faktoren wie Berufserfahrung, Standort, Geschlecht und Arbeitsumfang ab.
Was verdienen Freelancer im Online Marketing?
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Wie viel ein Online-Marketing-Freelancer durchschnittlich verdient, hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem von der Berufserfahrung, dem Standort und dem Geschlecht. Wir betrachten sowohl festangestellte Marketing-Experten als auch selbstständige Freelancer im Online Marketing und stellen fest: Die Einkommensunterschiede sind teils erheblich.
92,11 € – so viel verdienen Freelancer durchschnittlich auf freelancermap im Bereich Marketing.
In diesem Vergleich analysieren wir, wer finanziell besser aufgestellt ist – Festangestellte oder Selbstständige.
So viel verdienen festangestellte Online-Marketing-Spezialisten
Festangestellte Online-Marketing-Experten verdienen durchschnittlich zwischen 45.000 € und 56.000 € brutto pro Jahr. Das Einstiegsgehalt liegt bei durchschnittlich 45.000 € monatlich, während Fachkräfte mit über 9 Jahren Berufserfahrung auf über 54.000 € pro Monat kommen können.
Umgerechnet ergibt sich für Angestellte ein durchschnittlicher Stundensatz von etwa 24 €. Grundlage hierfür sind Berechnungen auf Basis einer klassischen 40-Stunden-Woche beim Durchschnitt von 50.000 Euro brutto im Jahr.
| Berufserfahrung | Monatsbrutto | Jahresbrutto |
| > 3 Jahre | 3.600 € | 45.000 € |
| 3 bis 6 Jahre | 3.800 € | 47.000 € |
| 7 bis 9 Jahre | 4.000 € | 49.500 € |
| < 9 Jahre | 4.400 € | 54.100 € |
So viel verdienen selbstständige Online-Marketing-Freelancer
Wie viel aber verdienen nun selbstständige Online Marketer? Wir haben die Daten gesichtet und für euch nachgerechnet: Laut unserem Freelancer-Kompass 2025 erzielen selbstständige Fachkräfte im Bereich Online Marketing und Kommunikation mit einem durchschnittlichen Stundensatz von exakt 92,11 € deutlich höhere Honorare (Befragte sind ausschließlich aus dem DACH-Raum) als ihre Kollegen aus fester Anstellung.
Der tatsächliche Stundensatz variiert je nach Bundesland, Geschlecht, Berufserfahrung und weiteren Faktoren. Schauen wir uns diese Zahlen im Folgenden genauer an.
Wie Freelancer ihren optimalen Stundensatz berechnen, erklären wir in diesem Artikel: Welchen Stundensatz können Freelancer verlangen? Noch genauer klappt es aber mit unserem Stundensatzrechner:

So beeinflusst die Berufserfahrung den Stundensatz
Unsere jährliche Studie zeigt: Die Berufserfahrung hat einen messbaren Einfluss auf den Stundensatz von Online Marketing Freelancern.
Marketing-Freelancer mit wenig Erfahrung (unter 5 Jahre), sogenannte „Young Professionals“, verlangen im Schnitt 76 € pro Stunde. Auch die „Junior Experts“ mit etwa 5 bis 10 Jahren Erfahrung bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau: Sie verdienen im Schnitt 84 Euro die Stunde.
Ab 10 Jahren Berufserfahrung steigt der durchschnittliche Stundensatz auf rund 99 € pro Stunde – und damit am meisten. Heißt im Umkehrschluss: Je mehr Erfahrung, umso mehr können Online Marketer auch verlangen.
| Berufserfahrung | Durchschnittlicher Stundensatz |
| < 5 Jahre | 76 € |
| 5 – 10 Jahre | 84 € |
| > 10 Jahre | 99 € |

Stundensatz von Online-Marketing-Freelancern nach Bundesland
Neben der Erfahrung spielt auch der Standort eine wichtige Rolle bei der Honorargestaltung.
Laut Marktstudie erzielen selbstständige Online Marketing Freelancer in einigen Bundesländern besonders hohe Stundensätze. Spitzenreiter sind Bayern und Schleswig-Holstein mit durchschnittlich 101 Euro die Stunde.
| Bundesland | Durchschnittlicher Stundensatz |
| Bayern | 101 € |
| Schleswig-Holstein | 101 € |
| Baden-Württemberg | 99 € |
| Niedersachsen | 99 € |
| Hessen | 98 € |
| Berlin | 97 € |
| Hamburg | 95 € |
| Nordrhein-Westfalen | 83 € |
| Reinland-Pfalz | 79 € |
Der niedrigste erfasste Stundensatz liegt bei 76 Euro in Brandenburg. Dabei ist zu beachten, dass diese Angabe auf einer sehr geringen Datenbasis beruht.
Verdienen Frauen im Online Marketing weniger?
Auch im Online-Marketing-Umfeld zeigen sich Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Freelancern – wie in den allermeisten anderen Branchen auch verdienen Frauen weniger als ihre männlichen Kollegen, und das bei gleicher Eignung. Laut Studie verdienen Freelancerinnen in der Selbstständigkeit durchschnittlich 8 € weniger pro Stunde als Männer.
| Geschlecht | Durchschnittlicher Stundensatz |
| Frauen | 89 € |
| Männer | 97 € |

Das Alter macht einen weiteren Unterschied beim Stundensatz
Mit zunehmendem Alter steigt häufig auch die Berufserfahrung – und damit entsprechend der Stundensatz, den Freelancer verlangen. Unsere Marktstudie bestätigt diesen Zusammenhang, mit einer Ausnahme. Schauen wir uns die Zahlen im Detail an.
Online Marketing Freelancer im Alter von über 60 Jahren verdienen im Schnitt 107 € pro Stunde. Die höchste Vergütung erzielen Online Marketing Freelancer mit über 60 Jahren mit einem durchschnittlichen Stundensatz von 107 Euro die Stunde. Am wenigsten dagegen verdienen die 20- bis 30-jährigen mit 79 Euro pro Stunde.
| Altersspanne | Durchschnittlicher Stundensatz |
| 20 bis 30 | 79 € |
| 31 bis 40 | 90 € |
| 41 bis 50 | 102 € |
| 51 bis 60 | 95 € |
| 60 + | 107 € |

Stundensatz nach Bildungsabschluss
Der Bildungsabschluss kann einen Einfluss auf den Stundensatz von Marketing-Freelancern haben. Unsere Auswertung zeigt jedoch, dass formale Abschlüsse nicht zwangsläufig über die Höhe des Honorars entscheiden. Vielmehr spielen Berufserfahrung, Spezialisierung und Projekterfolge eine zentrale Rolle.
| Bildungsabschluss | Durchschnittlicher Stundensatz |
| Mittlere Reife | 93 € |
| Abitur | 99 € |
| Universität / Fachhochschule | 90 € |
| Promotion | 111 € |
Die Ergebnisse machen deutlich, dass auch Freelancer ohne akademischen Abschluss hohe Stundensätze erzielen können – insbesondere dann, wenn sie über gefragte Fachkenntnisse und langjährige Praxiserfahrung verfügen.
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Geringerer Stundensatz bei Teilzeit-Freelancern
Auch der zeitliche Umfang der Selbstständigkeit wirkt sich auf den Stundensatz von Marketing Freelancern aus. Freiberufler, die weniger als 36 Stunden pro Woche arbeiten, verlangen im Schnitt 7 € weniger pro Stunde als Vollzeit-Freelancer.
| Wochenstunden | Durchschnittlicher Stundensatz |
| < 36 | 90 € |
| > 40 | 97 € |
Im Vergleich: Das verdienen Marketing-Freelancer brutto
Nach Abzug von Steuern, Sozialabgaben und verpflichtenden Versicherungen liegt das durchschnittliche monatliche Einkommen von Marketing-Freelancern bei 4.830 Euro.
Zum Vergleich: Bei einem Jahresgehalt von 50.000 Euro brutto kommen festangestellte Marketer – je nach Steuerklasse und Versicherungsstatus – auf rund 2.600 Euro netto im Monat. Das entspricht einer Differenz von etwa 2.230 Euro, wobei Selbstständige zusätzlich projektbedingte Ausfallzeiten und Betriebskosten einkalkulieren müssen.
Zu wenig oder genug?
Das Bild vom unterbezahlten Kreativen hält sich weiterhin und ist nicht nur auf dem Freelancing-Markt zu beobachten. Laut Freelancer-Kompass geben rund 56 % der Befragten an, mit ihrem Einkommen nicht zufrieden zu sein.
Und das, obwohl sie wesentlich mehr verdienen als ihre festangestellten Kollegen? So einfach ist die Rechnung nicht. Denn: Freelancer sind für Steuern, Versicherungen und Altersvorsorge selbst verantwortlich.
Hinzu kommt, dass selbstständige Online Marketing Freelancer keine bezahlten Urlaubs- oder Krankentage haben. Diese Ausfallzeiten müssen in der Stundensatzkalkulation berücksichtigt werden, um langfristig wirtschaftlich arbeiten zu können.