Entrepreneur

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Der Begriff “Entrepreneur” wird häufig synonym mit dem Begriff des Unternehmers verwendet. Allerdings ist nicht jeder Unternehmer auch Entrepreneur. In diesem Blog lesen Sie, was den Entrepreneur ausmacht, was Entrepreneurship bedeutet und welche Entrepreneure es geschafft haben.

Inhalt des Artikels:

  1. Definition
  2. Was tut ein Entrepreneur?
  3. Was zeichnet einen Entrepreneur aus?
  4. Wie wird man Entrepreneur?
  5. Was bedeutet Entrepreneurship?
  6. Welche Arten von Entrepreneurship gibt es?

Definition

Der Begriff Entrepreneur kommt aus dem Französischen und setzt sich aus den Worten „entre“ und „prendre“ zusammen und bedeutet per Definition also Unternehmer. Doch so einfach ist es nicht: Entrepreneure sind zwar Unternehmer, aber Unternehmer sind nicht zwingend Entrepreneure.

Diese sind zwar ebenfalls sowohl Gründer als auch Unternehmensführer; anders als der „gewöhnliche“ Unternehmer, wird der Entrepreneur aber mit einer besonders unternehmerischen Geisteshaltung und lösungsorientierten Lebenseinstellung assoziiert. Im deutschen Sprachgebrauch werden Unternehmer dann als Entrepreneure bezeichnet, wenn sie sich durch ihre starke Persönlichkeit, Kreativität und innovativen Ideen auszeichnen. Sie gründen nicht nur ihr eigenes Unternehmen, sondern streben auch danach, dieses weiter aufzubauen, weiterzuentwickeln und zu skalieren.

Was tut ein Entrepreneur?

Ein Entrepreneur gründet sein eigenes Unternehmen. Er ist somit Gründer und Unternehmer. Doch nicht jeder Unternehmer ist auch Entrepreneur. Der Entrepreneur übernimmt genau wie der Unternehmer auch die Verantwortung und trägt die höchsten Risiken, zusätzlich zeichnet er sich aber dadurch aus, etwas bewirken zu wollen. Entrepreneure gehen mit offenen Augen durch die Welt und erkennen Business-Chancen und Gelegenheiten als erste. Sie gehen die erkannten Probleme und Herausforderungen aktiv an und versuchen, diese mit neuen, innovativen Methoden zu beseitigen.

Nicht alle Unternehmer sind Entrepreneure.
Unternehmer gründen ein Unternehmen mit dem Ziel, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das Geschäftsmodell ist dabei meist etabliert - etwa als Schreinerei oder Beratungsagentur. Entrepreneure schaffen hingegen neue Geschäftsmodelle oder lösen aktuelle Probleme mit innovativen Lösungen. Ihr Ziel ist die Selbstverwirklichung.
Aber alle Entrepreneure sind Unternehmer.

Der Entrepreneur fühlt sich seiner Sache verpflichtet und arbeitet stets lösungsorientiert und pragmatisch, ohne sich in eine Abhängigkeit von Autoritäten begeben zu wollen. Er hebt sich vom Unternehmer ab, da der Entrepreneur sein Unternehmen nicht einfach betreibt, sondern anstrebt, seine Geschäftsidee selbst aufzubauen und sie innovativ weiterzuentwickeln.

Was zeichnet einen Entrepreneur aus?

Der Entrepreneur zeichnet sich durch eine Reihe von Merkmalen und typischen Verhaltensmustern aus. Den idealen Entrepreneur kennzeichnen seine Gründerpersönlichkeit, den Drang, sich selbst und seine Visionen zu verwirklichen, die überdurchschnittlich hohe Leistungsbereitschaft, hervorragende organisatorische Fähigkeiten und eine hochgradig unabhängige Arbeitseinstellung. Hinzu kommen die Fähigkeit, „out of the box“ zu denken und mit seinen kreativen Ideen nicht nur Probleme von heute sondern auch der Zukunft zu lösen.

Zu den charakteristischen Merkmalen eines Entrepreneurs gehören Kreativitä, Lösungsorientierte Arbeitsweise und hohe Leistungsbereitschaft, Risikobereitschaft, Sozialkompetenz und hervorragende organisatorische Fähigkeiten.
Entrepreneure zeichnen sich durch besondere charakteristische Merkmale aus.

Entrepreneure sind zudem oft willensstark, innovationsfreudig und übernehmen Verantwortung, auch wenn sie Risiken eingehen. Durch die geringe Risikoaversion, ziehen Entrepreneure ein Scheitern von Vorhaben in Betracht und oder sogar bewusst in Kauf, um dem eigentlichen Ziel näher zu kommen. Typisch ist zudem ausgeprägte Resilienz die dazu führt, dass sie Veränderungen und Drucksituationen mit hoher Ausdauer überstehen können.

Wie wird man Entrepreneur?

Der klassische Weg zum Entrepreneur führt über eine zündende Idee, die bis zum Businessmodell weiterentwickelt und anschliessend umgesetzt wird. Mittlerweile wird Entrepreneurship auch an Universitäten und Fachhochschulen als Zweig der Wirtschaftswissenschaften gelehrt. Wer als Student bereits einen ausgeprägten Unternehmergeist erkennt, kann in entsprechenden Studiengängen also ein gutes Fundament für zukünftige unternehmerische Tätigkeiten legen. Durch die wachsende Digitalisierung und den stetigen Wandel, werden unternehmerische Persönlichkeiten jedoch auch in Unternehmen mehr und mehr gesucht und gefördert.

Was bedeutet Entrepreneurship?

Entrepreneurship kommt aus dem Englischen und ist der Begriff für den Gründungsprozess eines, auf kreativen Problemlösungen und innovativen Geschäftsideen basierenden Unternehmens.

Der Begriff Entrepreneurship beschreibt im Wesentlichen also einen Entrepreneur, der unternehmerische Maßnahmen ergreift, um einen Wandel herbeizuführen. Ob er dabei ein Problem löst, mit dem viele täglich zu kämpfen haben, Menschen auf eine völlig neue Weise zusammenbringt oder etwas revolutionäres aufbaut, das die Gesellschaft voranbringt – Entrepreneurship bedeutet an erster Stelle eins: Handeln. Entrepreneurship heisst nicht nur gute Ideen zu haben, sondern auch, sich die Idee zu eigen machen und in die Tat umzusetzen.

Welche Arten von Entrepreneurship gibt es?

Nicht alle Entrepreneure sind gleich. Im Laufe der Zeit haben sich diverse Unterkategorien entwickelt, die sich auf das Tätigkeitsfeld, das Ziel oder die Art und Weise des Unternehmertums bezieht. Natürlich wächst die Zahl der Unterkategorien stetig.

(High-)Tech Entrepreneurship

Entrepreneure, die sich primär mit Problemen befassen, die durch mithilfe von (High-)Tech Innovationen zu lösen gedenken. Bekannte Tech-Entrepreneure sind beispielsweise die US-Amerikaner Mark Zuckerberg, Steve Jobs, Elon Musk, Sergey Brin oder Jeff Bezos. Auch Bill Gates oder Richard Branson sind als berühmte Tech-Entrepreneure bekannt. Sie alle haben durch die innovative Entwicklung oder smarte Verwendung von Technologien und technischen Hilfsmitteln mit großem Erfolg Lösungen für aktuelle Probleme und Bedürfnisse geschaffen.

Social Entrepreneurship & Ecopreneurship

Unter Social Entrepreneurship versteht man soziales Unternehmertum. Die Lösung für soziale oder gesellschaftliche Probleme steht hierbei im Fokus. Social Entrepreneure sind bestrebt, mit ihren Businessideen einen wesentlichen Beitrag zum positiven Wandel der Gesellschaft beizutragen. Ihre Einsatzgebiete sind zum Beispiel in der Bildung, Arbeitsbekämpfung oder den Menschenrechten anzusiedeln.

Ecopreneure verfolgen wie die Social Entrepreneure auch ein nachhaltiges Ziel, das jedoch darauf abzielt, einen positiven Beitrag zum Umwelt- oder Klimaschutz zu leisten.

Serial Entrepreneurs

Unternehmer, die mehrmals gründen werden Serial Entrepreneure genannt. Sie entwickeln mehrere Businessideen hintereinander und gründen in Serie. Sobald ihre Geschäftsidee umgesetzt und das Unternehmen auf den Weg gebracht wurde, ziehen sie weiter zur nächsten Idee, die sie verwirklichen wollen.

So können aus erfolgreichen Serial Entrepreneuren auch Investoren oder sogenannte Business Angels werden. Aus der erfolgreichen Gründung von Unternehmen, die anschließend gewinnbringend Verkauft werden, resultiert nicht nur das nötige Kleingeld für Investments in Start-ups, Serial Entrepreneure verfügen durch vielfältige Erfahrung in Unternehmertum auch über wertvolles Wissen und werden so zu geschätzten Geschäftspartnern und Mentoren für unerfahrenere Entrepreneure.

Ein bekanntes Beispiel eines Serial Entrepreneurs ist Frank Thelen. Er zählt zu den erfolgreichsten deutschen Entrepreneuren und ist heute hauptsächlich als Business Angel und Investor tätig, der junge Gründer im Rahmen des Sendung „Höhle der Löwen“ fördert.

Corporate Entrepreneurship, Intrapreneur oder Entrepreneur in Residence

Der Intrapreneur oder Entrepreneur in Residence ist ein Mitarbeiter, der zwar im Unternehmen angestellt ist, jedoch durch seine unternehmerische Art immer das große Ganze im Blick hat, pragmatisch und innovativ handelt und strategisch denkt. Anders als Entrepreneure sind sie jedoch nicht alleinige Risikoträger oder Kapitalgeber ihres Unternehmertums.

Intrapreneure zeichnen sich als zukunftsorientierte Manager aus, um Teams und Firmen durch Innovation und Kreativität zum Erfolg zu führen. Sie betreiben sogenanntes Corporate Entrepreneurship, indem sie versuchen, die Gründermentalität und die unternehmerische Dynamik ins Unternehmen zu tragen. Intrapreneure werden daher oft bei der Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen in leitender Funktion eingesetzt.

Solopreneurship

Der Solopreneur ist Alleinunternehmer. Sie arbeiten also alleine für ihr Businessidee. Solopreneure unterscheiden sich dahingehend von Freelancern, als dass sie ihr eigenes Unternehmen mit eigenem, innovativen Produkt oder Service betreiben, wohingegen Freelancer ihre Dienste anbieten und in Unternehmen als externe Mitarbeitende arbeiten.

Sidepreneurship

Der Sidepreneur ist Teilzeit-Entrepreneur. Oftmals starten Entrepreneure nicht direkt in Vollzeit damit, ihre Businessidee umzusetzen, sondern gehen einer festen Arbeit nach, um dann nach und nach mehr Zeit in ihr eigenes Unternehmen zu investieren – oder sich nebenbei mit ihrem eigenen Unternehmen ein zweites Standbein aufbauen.

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Über den Autor

Elena Pruchniewski

Elena Pruchniewski studiert Technikjournalismus und PR an der TH in Nürnberg und ist als Werkstudentin im Bereich Online- und Social  Media-Marketing tätig. Damit ist sie seit April 2019 ein Teil des freelancermap-Teams.

Von Elena Pruchniewski

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