Fehler, die anfangs nahezu jedem Freelancer unterlaufen

08.04.2019

Zwischen Projektakquise, Überstunden und der Steuererklärung - Das Freelancer-Dasein bringt gerade anfangs allerlei Hürden mit sich. Im Rahmen des Freelancer Kompass 2018 haben wir bei unseren Freelancern nachgefragt, welche Fehler ihnen zu Beginn unterlaufen sind und geben ein paar Tipps, wie sich diese eventuell vermeiden lassen.


8. Zu viele Aufträge entgegen genommen 

Die Angst, nicht genug zu verdienen, trieb anfangs circa jeden Zehnten Freelancer dazu, sich bei der Annahme von Aufträgen zu überschätzen. Hier sind, wie bei vielen anderen Punkten auch, das richtige Zeitmanagement und die Koordination gefragt. 


7. Buchhaltung selbst erledigt 

Bodenhaltung – Käfighaltung – Buchhaltung? Das empfinden wohl Viele so. Als selbstständiger Freelancer möchte man so viel wie möglich auch eigenständig erledigen.
Jedoch ist die eigene Buchhaltung keinesfalls zu unterschätzen, da einem oftmals die nötigen Grundlagen fehlen und der Zeitaufwand größer ist, als man denkt. Das sehen auch 12,64% unserer Befragten so. Wer sich die Kosten für einen Buchhalter dennoch sparen möchte, dem helfen eventuell Buchhaltungs-Tools wie der Billomat. Dieser beispielsweise schafft Abhilfe beim unliebsamen Thema durch seine recht leicht verständliche Benutzeroberfläche.

6. Schlechte Zahlungsmoral geduldet

Anfangs ließen noch 15,84% der Freelancer verzögert bezahlte Forderungen durchgehen, aber: Zahlende Kunden sind der Lebensunterhalt eines jeden Freelancers! Daher empfiehlt es sich auf jeden Fall ein Zahlungsziel mit seinen Kunden zu vereinbaren. Halten sich die Kunden nicht daran, sind die persönliche Nachfrage und die folgende schriftliche Mahnung die nächsten Schritte. 

Vielleicht lohnt es sich ja für Sie, auch mal über Factoring nachzudenken?



5. Zu wenig Zeit für Urlaub und Familie eingeplant
Dass bei der Selbstständigkeit oft die Familie und die eigenen Bedürfnisse zu kurz kommen, ist sicher nichts Neues für Sie. Das geht mindestens jedem Fünften unserer Befragung so! Dabei sind Urlaub und Zeit mit den Liebsten wichtig, um neue Energie für effektives Arbeiten zu schöpfen. Zeitmanagement und die frühzeitige Planung sind also das A und O für eine ausgeglichene Work-Life-Balance. Hierbei helfen ebenfalls ein sorgfältig geführter Kalender, in dem man auch Prioritäten festhält und gegebenenfalls die Nutzung einer Zeiterfassungsapp.



4. Schlechte Aufträge entgegen genommen

Jeder Vierte gibt an, in seiner Anfangszeit auch schlechte Aufträge angenommen zu haben. Einerseits vielleicht aus Angst, vor dem Ausbleiben anderer Projekte, andererseits auch, weil man sich noch nicht bewusst war, was im Rahmen des eigen möglichen liegt und welche Projekte wirklich zum eigenen Profil passen. Daher empfiehlt es sich, sein Freelancerprofil so detailliert wie möglich auszufüllen und dieses regelmäßig zu aktualisieren, um die passenden Aufträge zu erhalten.


3. Zu wenig Geld zurückgelegt

So schön das neue Auto oder die Designer Tasche auch sein mag – finanzielle Absicherung geht erst mal vor! Knapp 30% unserer Freelancer versäumen es nämlich anfangs, sich ein finanzielles Polster aufzubauen. Das rächt sich schnell, wenn Rechnungen oder der Steuerbescheid ins Haus flattern. Ein guter Richtwert für ausreichende Rücklagen sind circa 20.000 Euro.

2. Projektakquise vernachlässigt

Während eines Projekts hat man oftmals keinen Kopf für etwas Neues, weswegen sich circa ein Drittel der Befragten mit der Projektakquise verzetteln. Um plötzlich nicht ohne Auftrag dazustehen, sollte man, gerade in der Anfangszeit und ohne großen Kundenstamm, auch direkt nach neuen, folgenden Aufträgen Ausschau halten. Dabei hilft die Nutzung des Projektagenten der freelancermap. Außerdem ist es empfehlenswert, sein Freelancer Profil auch zwecks der eigenen Verfügbarkeit up to date zu halten.



Auf Platz 1: Zu niedrigen Stundensatz verlangt

Der Fehler, den über die Hälfte aller Einsteiger gemacht hat, ist der zu niedrig angesetzte Stundensatz. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, sich ausreichend zu informieren und die eigenen Bedürfnisse zu kennen. Wie viel Einkommen ist notwendig, um davon gut leben zu können? Wie viel Verdienst ist in der Branche im Allgemeinen üblich? Um sich an vergleichbaren Freelancern zu orientieren, kann auch der Preisindex von freelancermap hilfreich sein. Das richtige Hintergrundwissen bestärkt dann wiederum das Selbstbewusstsein und den Mut in Honorarverhandlungen.



Die gesamte Grafik, der häufigsten Anfängerfehler von Freelancern auf einen Blick:



Viele weitere Informationen, Grafiken und Fakten zu Freelancern sind im Freelancer Kompass 2018 zu finden!  

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Bild: © Elnur Amikishiyev - Fotolia.com

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