Der Businessplan für Freiberufler - mit Struktur zum Erfolg

27.12.2018

Für jeden Freiberufler stellt der Businessplan die Grundlage für die Gründung eines Unternehmens dar. Dabei ist ein Businessplan nicht nur für die Bank oder eine Arbeitsagentur wichtig sondern er ist der Masterplan für Ihre Selbstständigkeit. Eine detaillierte Ausarbeitung wird Ihnen am Ende viele Probleme ersparen und ermöglicht Ihrem Unternehmen den optimalen Start in eine erfolgreiche Zukunft.




Was macht einen guten Businessplan aus?

Jeder Freiberufler benötigt für die Gründung einer eigenen Existenz einen Businessplan. Er wird zum Beispiel benötigt, damit Sie einen Gründungszuschuss beantragen können. Doch das ist natürlich längst nicht alles. 

Der Businessplan sollte vor allem die finanziellen Aspekte Ihrer Unternehmensgründung beleuchten. Es ist wichtig, dass Sie wissen wie viel Kapital Sie brauchen um das erste Jahr zu überstehen. Um eine genaue Aufstellung aller Kosten zu erstellen, eignet sich die Verwendung einer Businessplan-Vorlage. Anhand dieser Vorlage können Sie alle wichtigen Punkte abarbeiten. Dazu zählt auch die Darstellung der Gründerpersönlichkeit.


Die Persönlichkeit des Gründers ist ein wichtiger Aspekt

Die Beschreibung der eigenen Persönlichkeit fällt vielen Unternehmensgründern jedoch sehr schwer. Sie wissen nicht, wie sie sich selbst beschreiben sollen. Hier sollten Sie sich auf das wesentliche beschränken. Aus der Beschreibung sollte hervorgehen, welche Motivation Sie haben sich Selbstständig zu machen. Möchten Sie zum Beispiel Ihre eigene Idee umsetzen oder endlich Ihr eigener Chef sein? Ist es Ihnen wichtig, ein höheres Einkommen zu generieren? Es können dabei viele Beweggründe eine Rolle spielen. Diese gilt es in diesem Absatz des Businessplans darzulegen. Doch worauf achten die Banken bei einer Unternehmensgründung?

Die KfW Bank differenziert zwischen sogenannten Chancen-Gründern und Gründern aus der Not heraus. Diese Not-Gründer suchen den Weg in die Selbstständigkeit, weil sie keine andere Alternative mehr sehen. 

Dies kann allerdings zu einer hohen Belastung führen. Wenn Sie als Freiberufler arbeiten, gibt es deutlich mehr Unwägbarkeiten denen Sie ausgesetzt sind. Die Risiken überwiegen hier im Vergleich zu einem Angestelltenverhältnis. Risiken wie Krankheiten, die Akquise von Kunden, Erstellung der Steuererklärung sowie die Ausrichtung des Unternehmens, bleiben alle an Ihnen hängen. Chancen-Gründer haben diese Risikofaktoren bei einer Gründung auch, sie halten diesen Stress jedoch besser aus.


Die Geschäftsidee für Ihren Businessplan

Obwohl der Begriff Freiberufler die unterschiedlichsten Unternehmensgründer umfasst, unterscheiden sich die jeweiligen Branchen sehr deutlich. Als Freiberufler sollten Sie sich auf einen Teilbereich konzentrieren. Durch eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Gebiet ist es einfacher Ihre Zielgruppe zu definieren. Ihre Spezialisierung ist der Kern Ihrer Leistung, die Sie zum Verkauf anbieten. 

Wenn Sie zum Beispiel eine Nische besetzen, ist es leichter sich eine gute Reputation zu erarbeiten. Das Marketing ist überschaubarer und die Außendarstellung kann konzentrierter erfolgen. Sie können klarer und schneller Ihre Stärken und Vorteile gegenüber Mitbewerbern hervorheben.


Wozu brauche ich einen Businessplan?

Der Businessplan ist eine eigens erstellte Anleitung für die Selbstständigkeit. Er sollte einen Leitfaden für Sie darstellen, an dem Sie sich immer orientieren können. Aus diesem Grund sollten Sie genügend Zeit aufwenden, um einen zielführenden und ausführlichen Businessplan zu entwerfen. Ohne einen gute Planung ist Ihr Start in die Selbstständigkeit von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Er stellt die Basis für alle weiteren Schritte dar. 





Bild: © Gina Sanders - Fotolia.com

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