Outsourcing von IT-Projekten: Vor- und Nachteile

21.12.2018

Outsourcing in Deutschland wird bei den Arbeitgebern immer beliebter: Studien belegen es, die Auslagerung von Aufgaben und Jobs ist bei den deutschen Unternehmen gefragter denn je. Die Vorteile von Outsourcing liegen klar auf der Hand, dadurch lassen sich die Lohnkosten senken. Dabei sind einzelne Bereiche der Arbeitswelt mehr betroffen, andere weniger. Die IT-Branche nutzt diese Art der Arbeitsvergabe für Spezialprojekte oder um Mitarbeiter-Engpässe zu überbrücken. Dabei sollten jedoch auch die Nachteile von Outsourcing bedacht werden.




Wie rentabel ist IT-Outsourcing?

Viele Firmen gehen dazu über, große Teile ihres IT-Bereichs auszulagern. Dabei werden IT-Funktionen oder Bereiche mit hohen IT-Anteilen über einen definierten Zeitraum ausgelagert. Es wird ein Vertrag geschlossen, teilweise gehen dabei Hard- und Software, Gebäude, Personal und bestimmte Vermögenswerte temporär an den Outsourcing-Anbieter über. Damit lassen sich finanzielle und zeitliche Ressourcen einsparen. 

Insbesondere international agierende Unternehmen betreiben vermehrt Outsourcing und geben einen Großteil ihrer Arbeitsbereiche an externe Freelancer oder andere Dienstleister ab. Inzwischen profitieren auch kleine und mittlere Unternehmen davon. Outsourcing-Beispiele sind die Betreuung von E-Commerce-Shops, Intranet-Lösungen oder Firmen-Websites. Outsourcing wird in Deutschland auch häufig in Sachen IT-Sicherheit, IT-Infrastruktur mit hohen technologischen Anforderungen und der Bereitstellung von Hard- und Software genutzt.


IT-Outsourcing bringt Vorteile

Der wohl wichtigste Grund für die externe Vergabe von IT-Diensten und Leistungen liegt in der flexiblen und effizienten Gestaltung der Prozesse. Zudem lässt sich durch die Einsatz von Spezialisten die Qualität der Arbeit enorm verbessern. Alles in allem bringt Outsourcing Unternehmen natürlich den Vorteil der Kostensenkung, denn die Arbeitskraft wird nur für die Aufgabe bezahlt, die vereinbart ist und geleistet wird. Lohnnebenkosten und Kosten für Arbeitsausfall durch Krankheit oder Urlaub entfallen. 

Anstatt teure Fachkräfte einzustellen und in kostspielige technische Komponenten zu investieren, wird die Kommunikations- und Informationstechnik einem spezialisierten und erfahrenen IT-Anbieter überlassen. Neben der Kosteneinsparung ist also auch die Einsparung von zeitlichen Ressourcen einer der Vorteile von Outsourcing. 

Hinzu kommt der Wettbewerbsvorsprung, der in Sachen digitale Anwendungen und neuer Produkte durch die Auslagerung geschaffen werden kann. Die Entwicklung in diesen Bereichen geht rasend schnell voran, gesetzliche Vorschriften, Datenschutzrichtlinien und spezifische Kenntnisse sind erforderlich. Ein Unternehmen muss immer auf dem aktuellen Stand sein und auf die geänderten Ansprüche reagieren können. IT-Outsourcing-Anbieter verfügen über das notwendige Fachpersonal und arbeiten nach aktuellen Vorschriften.


Nachteile von Outsourcing

Die Auslagerung von Services und Prozessen kann allerdings auch Risiken bergen. Werden zu viele Jobs an externe Dienstleister vergeben, kann sich im Laufe der Zeit ein Kontrollverlust einstellen. Essenzielle Geschäftsbereiche werden teilweise oder ganz in die Hände eines fremden Unternehmens geben. Damit diesem Risiko vorgebeugt wird, ist die Überwachung des Outsourcing-Personals erforderlich. 

Ein Unternehmen, das Aufgaben im IT-Bereich extern vergibt, muss damit rechnen, dass bei Störungen im eigenen Unternehmen technische Unwissenheit besteht. Der externe Dienstleister muss also immer kurzfristig zur Verfügung stehen, wenn Probleme in seinem Arbeitsbereich auftreten. Die Haftung für Fehler des IT-Dienstleisters liegt beim beauftragenden Unternehmen. Dies kann kostspielige und rechtliche Konsequenzen mit sich bringen. Vor der Auftragsvergabe sollten daher alle Eventualitäten vertraglich geklärt werden. Ansonsten können die Nachteile von Outsourcing unangenehme Folgen mit sich bringen. 






Bild: © Viorel Sima - Fotolia.com

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