Wie kann ich als Freelancer ein gutes Angebot schreiben?

07.06.2018

Ob Sie neu in der Welt der Freelancer oder ein erfahrener Veteran in Ihrem Fachgebiet sind, es ist immer eine große Hürde, potenzielle Kunden davon zu überzeugen, dass Sie für den Job am besten geeignet sind. Ein gutes Angebot zu schreiben, das die Leistungen Ihrer Konkurrenten schlagen kann, ist entscheidend, um die besten Projekte zu gewinnen und Ihr Einkommen als Freelancer zu steigern.




Um sich in einem überfüllten Posteingang oder in Ihrem Werbeumfeld von der Masse abzuheben, müssen Sie Ihre Marketingstrategie perfektionieren. Ob im Text einer E-Mail, durch Beschreibungen auf einer Landingpage oder klassisch per Post - Sie müssen wissen, wer Ihr Kunde ist und an wen Sie Ihr Angebot richten, bevor Sie das Angebot schreiben. Kennen Sie also Ihre Zielgruppe! Wir geben drei Tipps, die Sie beim Erstellen Ihres Angebots berücksichtigen sollten. 


1. Der erste Eindruck entscheidet: Was macht Sie einzigartig? 

Was tun Sie, um Ihre Kunden zu begeistern? Wie können Sie ein gutes Angebot machen, das sich von allen anderen, die für diesen Auftrag ihren Hut in den Ring werfen, unterscheidet? Finden Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal!

Wenn Sie die Vorgaben Ihres Kunden genau berücksichtigen, zeigt das, dass Sie in der Lage sind,  ein gutes Angebot zu machen, das zum Auftrag passt. Das wird Ihre Chancen, den Job zu bekommen, deutlich erhöhen.


2. Verkaufen Sie Ihre Stärken und liefern Sie Belege für Ihre Arbeit 

Auf welche Aufgabe Sie sich auch immer bewerben, Sie müssen Ihre Stärken auf diesen speziellen Job zuschneiden. Zu lernen, wie man seine wichtigsten Fähigkeiten für die spezifischen Bedürfnisse eines einzelnen Kunden hervorhebt, ist die Basis zur Kundengewinnung. 

Zeigen Sie Ihrem Kunden idealerweise frühere Arbeitsergebnisse, die zu diesem Auftrag passen würden. Machen Sie nicht den Fehler, sich auf irrelevante Stärken zu konzentrieren und halten Sie Ihren Angebotstext immer so kurz wie möglich.


3. Fragen vorwegnehmen und beantworten

Leider stellt Ihnen nicht jeder Auftraggeber eine vollständige Liste von Erwartungen oder Fragen zu seinem Projekt zur Verfügung.

Obwohl vage Projektbeschreibungen und Briefrings verwirrend sein können, sollten Sie dies für sich nutzen, indem Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrung unter Beweis stellen. Zeigen Sie Ihrem Kunden, dass Sie seine Probleme erkennen und proaktiv Lösungen vorschlagen können. 

Um vorauszusehen, was Ihr potenzieller Kunde von Ihnen verlangt, versuchen Sie, sich selbst in seine Situation zu versetzen. Welche unausgesprochenen Probleme könnten bis zu diesem Zeitpunkt aufgetreten sein?


Checkliste: Was gehört in ein Freelancer-Angebot? 

Als Faustregel gilt: Je konkreter Ihr Angebot, umso eher vermeiden Sie später möglicherweise unangenehme Unklarheiten. Daher haben wir eine kurze Checkliste für Freelancer, was unbedingt in ein Angebotsschreiben gehört: 

- Eine möglichst genaue Beschreibung der angebotenen Dienstleistung (Anzahl, Umfang, Dauer) 
- Anzahl, Dauer bzw. Umfang der Leistung, Preis  
- In ein seriöses Angebot gehört immer ein Datum. Außerdem sollten Sie festlegen, wie lange Ihr Angebot gültig ist (in der Praxis sind 14 Tage gängig) 
- Leistungszeitraum: Wann erfolgt die Lieferung? Wann ist das Projekt abgeschlossen? Mit klaren Antworten auf diese Fragen sorgen Sie für Transparenz und punkten beim Kunden
- Verweis auf Geschäftsbedingungen (AGB)
- Wenn Sie sich rechtlich absichern möchten, sollten Sie folgende Begrifflichkeiten für Ihren Angebotstext nutzen: „Ohne Gewähr“, „Preisänderungen vorbehalten“, „Nur solange der Vorrat reicht“
- eventuelle Rabatte und Sonderkonditionen

Wichtig ist, dass Sie schnell auf Kundenanfragen reagieren und Ihr Angebot zügig und sorgfältig vorbereiten.

Wenn das Angebot an den Kunden rausgegangen ist, heißt das nicht, dass Sie untätig abwarten sollten. Legen Sie gleich Fristen fest, wann Sie Ihr Angebot nachfassen und sich wieder in das Gedächtnis Ihres Kunden rufen. Konsequenz zahlt sich aus!






Bild: © drubig-photo - Fotolia.com
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