Darum sollten Sie als Freelancer Ihre Buchhaltung ernst nehmen

30.05.2018

Buchhaltung — ein Begriff, der das Freelancerherz nicht unbedingt höher schlagen lässt. Außer Sie sind selbstständiger Buchhalter. Auch wenn Sie es gern würden, sollten Sie das Thema Buchhaltung nicht ignorieren. Für mehr als jeden zehnten Freelancer ist Buchhaltung eine der größten Herausforderungen in ihrem Berufsleben. Sie wollen sich nicht damit beschäftigen oder haben schlicht keine Zeit dafür, doch Ausreden lassen wir nicht gelten. Stattdessen gibt es von uns sechs gute Gründe, warum Sie sich regelmäßig um Ihre Buchhaltung kümmern sollten.




Sie könnten bestraft werden

Der erste gute Grund: Es geht um Steuern, und wer sich hier heraushalten will hat seine Rechnung ohne den Staat gemacht. Keine Steuern abzuführen ist eine Straftat und kann Sie sehr, sehr viel Geld kosten oder sogar eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen. Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Wer denkt, dass für die Steuerfahnung sowieso nur die „großen Fische“ interessant sind, irrt sich leider. 


Sie verschenken Geld 

Viele Freelancer vernachlässigen es auch, Buch über Ihre Ausgaben zu führen. Das sollten sie aber sehr gewissenhaft tun, denn wer bei der Steuererklärung keine Ausgaben angibt, hat in den Augen des Finanzamts einen viel höheren Gewinn. Das bedeutet, dass Sie viel mehr Steuern als nötig zahlen und dem Staat Geld schenken. Wollen Sie das denn wirklich?


Es ist gut für die Nerven

Kennen Sie das? Es ist Anfang des Jahres und Sie sind gestresst. Das Finanzamt wartet auf Ihre Steuererklärung — die Sie vor sich her schieben, weil sie Ihnen wie eine unlösbare Aufgabe vorkommt. Was hilft? Eine gute Organisation im Vorfeld. Wenn Sie jede Woche nur eine halbe Stunde für Ihre Buchhaltung einplanen, macht sich die Steuererklärung quasi von selbst. 


Alles auf einmal?

Am Ende des Jahres einen riesigen Haufen Steuern zahlen — keine leichte Aufgabe. Das hat schon so manchen Unternehmer zu Fall gebracht, immerhin werden ca. 20% des Jahreseinkommens fällig. Auch hier kommt es auf die Organisation an. Im besten Fall sparen Sie von jeder an Sie bezahlten Rechnung 30% weg. Im besten Fall bleibt dann nach Abzug Ihrer Steuern und Versicherungen noch etwas übrig.


Sie verschwenden wertvolle Arbeitszeit 

In jeder Minute, in der Sie sich mit Ihren Einnahmen, Ausgaben und Rechnungen beschäftigen müssen, könnten Sie auch an einem Projekt für einen Kunden sitzen und Geld verdienen. Sie sollten abwägen, was Ihnen mehr bringt: Die Buchhaltung selbst erledigen oder einen Experten engagieren, der Ihnen diese Aufgabe abnimmt. Das müssen Sie zwar bezahlen, doch wer sich wirklich damit quält spart im Endeffekt Zeit, Geld und Nerven.


Ein Buchhalter ist günstiger als Sie denken

Wie gesagt: Wenn Buchhaltung für Sie ein rotes Tuch ist, sollten Sie ernsthaft darüber nachdenken, diesen Posten auszulagern. Ein Buchhalter mag ein paar Euro kosten, doch wenn er gut ist, werden Sie das Geld spätestens bei der Steuerrückzahlung wieder drin haben. Hören Sie sich bei vertrauensvollen Kollegen um und lassen Sie sich eine Empfehlung geben.

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