Österreich: Das Müsli-Wunder im Web 2.0 | Gründer-Reports - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler
Das Müsli-Wunder im Web 2.0 |
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13.06.2008 Eigentlich erstaunlich, das im Müsliland Deutschland niemand vorher auf die Idee kam: Drei Jungs aus Nürnberg gingen vor einem Jahr mit www.muesli.com ins Internet. Die simple, gute Idee: Sie vertreiben per Mausklick ein Müsli nach Wahl. Müslifans können zwischen allen denkbaren Zutaten ihr persönliches Lieblingsmüsli zusammenstellen. Die Anwendung ist denkbar einfach gestaltet und auch für wenig erfahrene Internetnutzer leicht nachvollziehbar.
Mit einem Klick auf "jetzt mixen" geht´s los. Zunächst wählen die Besucher die Müslibasis aus, mit einem weiteren Klick wird die Auswahl verfeinert. Mit speziellen Zutaten wie Amaranth, Ananas, Gojibeeren, Kältekarotten, Hanfnüssen, Dinkel, Buchweizen und allen gängigen Körnern sind den Variationsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Die Kunden können zwischen 566 Billiarden Müslis auswählen. Ein halbes Jahr nach der Gründung von mymuesli.com versorgten die drei Gründer bereits 15.000 Müslikunden. Max Wittrock, Hubertus Bessau und Philipp Kraiss, die gemeinsam in Passau Jura und BWL studiert hatten, erzählen auf ihrer Internetseite, wie sie auf die Idee mit mymuesli.com kamen. Als sie mit dem Auto zu einem Badesee fuhren, hörten sie zufällig den Radiospot einer Müslifirma. "Die Werbung ist schlecht" dachten sie und überlegten, wie man sowohl Werbung als auch das Müsli verbessern könne. Ein "modernes" Müsli sollte biologisch sein und ohne künstliche Aromen, Farbstoffe und Zucker auskommen! "Das Internet bietet dafür die perfekte Vermarktungsplattform", dachten sich die Drei. Die Idee war geboren: Ein Müsli, das sich die Kunden im Internet selber zusammenmixen können! Der Bombenerfolg zeigte, dass sie einen Trend erkannt hatten. Bereits zwei Wochen nach dem Start von mymuesli.com waren die Müslizutaten komplett ausverkauft. Die drei Jungunternehmer wurden von der Nachfrage überrollt und mussten ein paar Wochen sogar den Vertrieb einstellen. Der Grund: Die Verpackungen waren ausgegangen. Doch menschelnde Blog-Einträge wie "Dosen sind aus" oder "der Server war gestern leider down" sorgten für Entspannung bei den Müslikunden, die nach diesem Feedback geduldig auf ihre Sendungen warteten. Die drei Junggründer nutzen konsequent die Blogosphäre für ihr Marketing. Der Blog auf der Website trägt nach wie vor entscheidend zur Kundenbindung bei, außerdem wurden die Müsliblogger über ihre Blogaktivitäten schnell von den etablierten Medien entdeckt, die über sie berichteten und sie auszeichneten. So erhielt mymuesli.com den Gründerpreis der Financial Times Deutschland, von enable2start und den BayernOnline Preis. Im Dezember wurde mymuesli.com als Start-Up des Jahres 2007 ausgezeichnet. Die Jury, bestehend aus Branchenexperten, Journalisten und engagierten Lesern, lobte besonders das "innovative Geschäftsmodell?, "welches nicht von Werbung abhängig ist?, sowie die "freundliche Art des Kundenumgangs?. Das Geschäftsmodell von mymuesli.com liegt ganz im Trend zum Customizing und zur Individualisierung von Produkten im Internet. "Mymueli.de bietet eine Menge Potenzial, nicht nur das Sortiment um weitere user-generated-Frühstücksprodukte zu erweitern, sondern hat - nach einem strategischen Markenaufbau - vor allem die Chance, international erfolgreich zu werden", schreibt Christina Cassala, eine der Jurorinnen bei deutsche-startups.de. ![]() "Senkrechtstart"
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Firma: mymuesli.com





















Heinz Kielhorn



