Österreich: "Senkrechtstart" | Gründer-Reports - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler
"Senkrechtstart" |
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04.06.2008 Senkrechtstart aus der Arbeitslosigkeit zur erfolgreichen Taschen-Produzentin
Kerstin Fischer, erfolgreiche Täschnerin aus Schwerin, erhielt am 26. Mai den Preis "Kreative Gründerin" des Jahres 2008. Mehr als 400 Gründer hatten an dem von SUPERILLU gestifteten Wettbewerb teilgenommen. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus überreichte die Auszeichnung. In die Selbständigkeit startete Kerstin Fischer aus der ernüchternden Erfahrung der Arbeitslosigkeit heraus. Nachdem sie als Marketing-Managerin keinen Job gefunden hatte, besann sie sich auf ihre kreativen Fähigkeiten. Ihre Idee: In ihrer alten Heimat Kiel ließen sich viele Segler aus alten Segeltuchresten Taschen nähen. Diese Idee griff sie auf und begann an, Sporttaschen zu nähen. Als Material verwendet sie das federleichte und extrem robuste Segeltuch. Besonders gern fertigt sie Taschen, Portmonees und Jacken aus alten Segeltuchresten. Mit den strapazierfähigen Fischer-Taschen besetzte Frau Fischer eine Marktnische und schon bald nach Eröffnung der Täschnerei wurden die Leipziger Stadtväter auf sie aufmerksam. Kerstin Fischer erhielt den Auftrag, aus den Fahnen des Weltfußballverbandes FIFA Umhängetaschen zu produzieren. Mangelnden Ehrgeiz kann man Kerstin Fischer nicht vorwerfen. "In fünf Jahren soll jedem in Deutschland - von der See bis ins Gebirge - meine Marke ein Begriff sein. Ob er sie nun mag oder nicht, aber er kennt sie". Mit dieser Vision startete Kerstin Fischer das Gründungsabenteuer. Kerstin Fischer hat Biss. Immer und ewig will sie nicht "klein, klein vor sich hinkrepeln", sagte die 32-Jährige zu Beginn der Selbständigkeit. Inzwischen lässt sie vieles nähen und konzentriert sich mehr auf PR und Marketing. Als ehemalige Marketing-Managerin versteht sie sich auf PR. Mit Nachdruck promotet sie ihre Marke und gibt nicht wenig Geld aus für Anzeigen, Flyer und eine professionelle Website. In ihrem früheren Leben als Angestellte war Kerstin Fischer für den Vertrieb und die Kundenakquise verantwortlich. Der Job hat Spaß gebracht, aber schon mit Anfang Zwanzig verspürte Kerstin Fischer den Wunsch, irgendwann auszubrechen aus den festgefügten Bahnen des Angestelltendaseins. "Jetzt kann ich mir nichts Schöneres mehr vorstellen, als Unternehmerin zu sein und meine selbst entworfenen Taschen zu produzieren." ![]() "Hüfttraining aus 50 Jahren Blut und Schweiss gefällig?"
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Heinz Kielhorn



